Mai 15 2008

RoboDog mal etwas anders

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Der ein oder andere wird schon das recht beeindruckende Video vom Boston Dynamics BigDog kennen (siehe Blogeintrag vom 03.04.2008). Boston Dynamics selber bezeichnet den BigDog als

The Most Advanced Quadruped Robot on Earth

So interessant diese Entwicklung auch ist, muss leider dazu gesagt werden, dass für die U.S. Army entwickelt wird. BigDog ist sicherlich ein gutes Beispiel dafür wie schnell die Entwicklung in der Robotik voranschreitet und das ein Ende noch lange nicht in Sicht ist. Umso wichtiger wird meiner Meinung nach, dass sich Robotiker explizit gegen die Bewaffnung von Robotern aussprechen (siehe Blogeintrag vom 31.03.2008).

Erfreulicherweise wurde dieser Roboter von einigen Herren auf sehr amüsante Art und Weise imitiert und das möchte ich euch nicht vorenthalten:

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Mrz 31 2008

Verbot autonomer Kampfroboter gefordert

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Die Anti-Landminen-Initiative Landmine Action will den Kampf gegen Landminen und Streubomben nun auch auf militärische Kampfroboter erweitern. (Quelle: New Scientist Tech)

Dieser Vorstoss ist meiner Meinung nach ein erster Schritt in die richtige Richtung. Über kurz oder lang wird jeder, der in der Robotik forscht, einmal auf die Problematik und Gefahr von autonomen Tötungsmaschinen angesprochen werden. Roboter haben sicherlich ihre Daseins-Berechtigung und können uns bei vielen unangenehmen oder sogar gefährlichen Aufgaben helfen. Allerdings besteht immer die Gefahr, dass die entwickelte Technik missbraucht wird. So ist es sicherlich nur ein kleiner Schritt von einem autonomen Minensuchroboter zu einem autonomen bewaffneten Roboter.

Natürlich kann man jetzt fragen, warum soll ein Abkommen zum Verbot autonomer Kampfroboter überhaupt unterzeichnet werden, wenn sich dennoch einige Staaten, Gruppierungen oder was auch immer nicht an ein derartiges Abkommen halten würden? Aber kann man sich das nicht auf schon bei so vielen anderen Abkommen fragen? Und kann ich nicht jede Entwicklung auch immer für eine bösartige Tat nutzen? So ist doch jedes Medikament, so heilend es auch sein kann, ist in der entsprechenden Dosis tödlich.

Auch wenn Isacc Asimov damals sicherlich noch nicht so weit dachte, so könnten seine asimovchen Gesetze jetzt den Robotik-Entwicklern als Richtlinie dienen:

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

Zum Abschluss ein Zitat von Joseph Weizenbaum:

“Wir können die Technik nicht aus unserem Leben verbannen, die Verkehrsmittel nicht und inzwischen auch die Computer nicht. Umso wichtiger aber ist es, daß wir darüber nachdenken, wie wir mit den Errungenschaften der Technik in Zukunft umgehen sollen und wollen.”

Weizenbaum: Sind Computer die besseren Menschen ?, Seite 60

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